Schaffen Sie sich eine Oase der Ruhe, Entspannung und Besinnung.

Die Balance zwischen Aktivität und Erholung ist ein wichtiger Faktor zur Erhaltung der Gesundheit und Vitalität. Ist die Balance gestört, können körperliche und psychische Störungen auftreten. (Burn-Out)

Richtig schlafen kann man lernen

(von Schlaf-Forscher Jürgen Zulley)

Nachts aufwachen und nicht mehr einschlafen können – etwa die Hälfte der Schweizer kennt das. Mehr als zehn Millionen leiden sogar an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen.

„Stress, fehlerhaftes Verhalten am Tag, falsches Essen, und vor allem eine falsche Erwartungshaltung an den Schlaf, sind die häufigsten Ursachen für Schlaflosigkeit.

Ein klassischer Fall ist zum Beispiel, wenn jemand sagt, ich schlafe ganz gut ein. Aber irgendwann werde ich wach, und dann kann ich nicht mehr schlafen.
Eine erste Hilfe besteht in diesem Fall darin, dem Betreffenden zu erklären, wie der Schlaf eigentlich abläuft. Häufiges Aufwachen ist völlig normal.

Es gibt Traumphasen, Tiefschlaf und Wachzustände. Ein gesunder Schläfer wacht pro Nacht bis 28mal auf. .
Erst, wenn ein Störfaktor dazukommt wie etwa eine volle Blase oder ein Geräusch, das man als nervend empfindet, wird das Aufwachen vom Schläfer registriert, und als störend empfunden.
Man sollte also wissen, das Aufwachen normal ist und man sich deshalb keine Sorgen zu machen braucht.

„Welche Empfehlungen gibt es für einen gesunden und erholsamen Schlaf?“

Schlafen ist kein Pflichtprogramm. Häufig gehen Menschen viel zu verbissen vor, nach dem Motto: «ich muss jetzt schlafen!»; Keinesfalls sich unter Druck setzen!

Der Schlaf sollte mit Wohlgefühl gekoppelt sein.

Auch in einem Schlafzimmer, das gemütlich ist und in dem man sich geborgen fühlt, schläft es sich besser. Es sollte nicht überfüllt sein, jedoch eine gewisse Geborgenheit ausstrahlen.

„Was macht man mit Kindern, die nicht schlafen wollen?“

Kinder brauchen auch beim Schlafen Grenzen. Man sollte ihnen sagen und indirekt auch signalisieren: Jetzt ist Abend, da machen wir mit Action Schluss – auch wir Erwachsenen. Empfehlenswert ist ein kleines, nicht zu langes Ritual mit einem Lied oder einer Geschichte vor dem Lichterlöschen. Damit sind Kinder zufrieden und beruhigt. Auch gut ist ein Teddybär als Beschützer.

Wer für eine Prüfung lernt, soll nach der Aufnahme des Lernstoffs schlafen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies tagsüber oder nachts geschieht. Das zuvor Gelernte kann danach besser wiedergegeben werden. Das Gehirn wiederholt nämlich den Stoff, während der Körper ruht. Selbst ungelöste Probleme versucht das Gehirn oft im Schlaf zu lösen. So kommt es, dass man morgens mit einem Aha-Erlebnis aufwacht, und die Lösung weiss. Auch einige berühmte Erfinder haben ihre Entdeckungen im Schlaf gemacht.

Gingko, Passionsblume, Baldrian, Johanniskraut, Lavendel können das Einschlafen und den Tiefschlaf verbessern.

Tipp: Den Tag vor dem geistigen Auge „ Revue passieren lassen“

(siehe Tagesrückschau)

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